Die Geschichte der Herrenunterwäsche (Teil 2)

Nach den Lendenschurzen, den Braccae und den Hosenstallen erfuhr die Herrenunterwäsche eine Revolution im 20. Jahrhundert, in der sie die uns heutzutage bekannte Form annahm.

Willkommen zum zweiten Teil der kurzen Geschichte der Herrenunterwäsche!

 

„Eher Shorts oder eher Slip?“ Eine Frage, die vor 1920 noch verwirrte Blicke geerntet hätte, da weder das eine noch das anderen schon erfunden worden war. Seit der Revolution und bis in die 1930er Jahre trugen Herren meist Flanellunterwäsche, die enganliegend war und bis zu den Knien reichte.

Das erscheint nicht gerade sehr bequem. Erst im Jahre 1925 begann die Herrenunterwäsche zu atmen. Denn in diesem Jahr nahm Jacob Golomb, der Gründer von Everlast, der berühmten Marke für Boxausrüstung, bestimmte Veränderungen an den Boxershorts der Sportler vor. Ihm wurde klar, dass die Bünde der Boxershorts aus Leder nicht besonders praktisch seien und ersetzte diese mit einem elastischen und flexiblen Bund.

1925-boxer-shorts-copy

Diese Shorts hatten zu allererst keinen großen Erfolg als Unterwäsche. Es fehlte ihnen der Halt, den die Unterhosen und die lange Unterwäsche boten. Erst nach dem zweiten Weltkrieg tauchten die Shorts wieder auf.

Im Jahre 1934 veränderte sich Herrenunterwäsche für immer, als Arthur Kneibler, ein amerikanischer Designer von der Firma Coopers eine Postkarte eines Freundes von der Côte d’Azur erhielt, auf der im Hintergrund ein Mann in Bikini-Style-Badehose zu sehen war. Daraufhin hatte Kneibler eine Erleuchtung – konnte man nicht diese Art Badehose auch als Unterwäsche nutzen?

Nach einigen Tests entwarf Kneibler neue Unterwäsche, die bequem und ohne Hosenbeine war, mit einer Öffnung in Y-Form. Diese Kreation nannte er „Short Jockey“.

Der Erfolg kam in überwältigender Masse: die ersten 600 Exemplare verkauften sich bereits am ersten Verkaufstag. In drei Tagen verkaufte Coopers 30.000 davon.

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Der immense Erfolg von Designerunterwäsche begann in den 70er und 80er Jahren, als Calvin Klein entschied, seine Unterwäsche zu verändern, und sie zu Modeaccessoires zu machen. Bekannt machte er diese in Musikvideos.

Die Schnitte wurden immer enger, mehr sexy und die Designs immer bunter und auffallender, sogar lustig.

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Obwohl in den den letzten 20 Jahren häufig versucht wurde, männliche Reizwäsche durchzusetzen (mit transparenten Partien, Spitze oder Ausschnitten), hatte diese Nische keinen großen Erfolg. Die Shorts sind nach wie vor die beliebteste Unterwäsche für die Herren der Schöpfung!

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